Neuraltherapie

Bei der Neuraltherapie, ursprünglich von Huneke entwickelt, werden Lokalanästhetika in die Haut, unter die Haut, in tieferes Gewebe oder auch direkt neben Nervenganglien injiziert. Huneke verwendete Procain. Wegen der nicht seltenen Allergien bevorzugen viele Therapeuten heutzutage andere Lokalanästhetika.

Bei der Methode werden sogenannte Störfelder gesucht, die für Beschwerden verantwortlich sind, und mit Lokalanästhetika ausgeschaltet. Dies kann über weite Entfernungen erfolgen. So kann eine Tonsillektomie-Narbe für Herzrhythmusstörungen und eine Kiefer-Ostitis für Kniebeschwerden verantwortlich sein.

40 Billionen Körperzellen sind über das sympathische Nervensystem miteinander verbunden. So bestehen z.B. neuroanatomisch über den sympathischen Leitungsbogen Verbindungen zwischen Kopf- und Beckenorganen. Damit wird versucht, die Wirkungsweise zu erklären.

Es gibt viele Überschneidungen mit moderner Akupunktur. So ist das "Dry Needeling" (mit trockener Nadel) der Akupunktur im Grunde nichts anderes als Neuraltherapie ohne Injektion.

Die Neuraltherapie mit ihren Besonderheiten stellt somit eine ideale Ergänzung der Akupunktur dar.

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